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Gemeinsam gegen den Schwerverkehr übers Gaberl

Drei Gemeinden kämpfen gemeinsam für ein Lkw-Fahrverbot über das Gaberl von Weißkirchen bis Köflach.

In einer gemeinsamen Pressekonferenz in Salla am 10. April erhoben die drei Gemeinden Maria Lankowitz, Köflach und Weißkirchen mit einer bezirksübergreifenden Allianz die Forderung: Ein Fahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen auf der B 77, der Gaberlstraße. „Der Ziel- und Quellverkehr kann fahren. Alles, was darüber hinausgeht, ist einfach zu viel“, sagten die Gemeinderäte Gerhard Feier und Franz Wede sowie die beiden Bürgermeister Ewald Peer und Helmut Linhart.

Für diese Forderung wurden in allen drei Kommunen einstimmige Gemeinderatsbeschlüsse gefasst. Das Problem ist nicht neu: „Die Geschichte ist bereits seit 2004 am Köcheln.“ Seit 15 Jahren wurden Resolutionen verfasst, Stellungnahmen eingeholt, Verkehrszählungen gemacht und Verhandlungen geführt. „Es ist nichts geschehen außer Lippenbekenntnisse“, sagen die drei Gemeindevertreter unisono.

Die Probleme mit dem Schwerverkehr sind vielfältig: "Vor allem ortsunkundige Fahrer bleiben oft hängen, es gibt Unfälle und viele Gefahrensituationen. Die Feuerwehr kann ein Lied davon singen“, berichtet Weißkirchens Bürgermeister Ewald Peer. Bei den Einsatzkräften wird das bestätigt. Vor allem die Feuerwehren Weißkirchen und Kleinlobming seien oft gefordert. Die Einsätze sind kräftezehrend und gefährlich. Wenn die Lkw das Gaberl überwunden haben, mündet die Straße in ein Nadelöhr mitten im Ort Weißkirchen. Auch dort kommt es dann oft zu Gefahrensituationen. Peer: „Das kann auf Dauer nicht so weitergehen.“

 

Auf der anderen Seite des Gaberls sieht man das genauso: „Das ist eine unzumutbare Belästigung“, sagt Helmut Linhart, Bürgermeister von Köflach. Die gemeinsame Forderung der drei Gemeinden wurde beim Land, der Baubezirksleitung und der Bezirkshauptmannschaft deponiert. Bis spätestens Mai will man eine Lösung des Problems, ansonsten sollen weitere Schritte gesetzt werden. Wie diese aussehen?

„Das kann bis hin zu Sitzstreiks auf beiden Seiten des Gaberls führen“, sagt Peer.

 

 

Die Bürger stehen hinter der Forderung.
Das hat man auch an der regen Beteiligung bei der Pressekonferenz gesehen.
 
Foto:
Simone Rendl - Kleine Zeitung
Gerhard Freigaßner
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