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100 Jahre Schwarzes Kreuz

Kranzniederlegung

Seit nunmehr 100 Jahren besteht das „Österreichische Schwarze Kreuz“ (ÖSK). Diese Organisation widmet sich seither mit viel Engagement und ehrenamtlich der Pflege der Grabstätten des Ersten und Zweiten Weltkrieges innerhalb und außerhalb des Gebietes der heutigen Republik Österreich. Soldatenfriedhöfe sind nicht nur stumme Zeugen einer kriegerischen Vergangenheit, sie sind auch eindringliche Mahner für den Frieden.

Allein in Österreich betreut das ÖSK an die 1.000 Gedenkstätten, ca. 400 Soldatenfriedhöfe sind es im Ausland, die instandgehalten werden.

Aus Anlass der 100. Wiederkehr der Gründung nahm das Schwarze Kreuz rund um den Nationalfeiertag an den Gräbern aller ehemaligen Präsidenten Kranzniederlegungen vor. So auch am vergangenen Freitag am Friedhof in Weißkirchen.

Der Wahlweißkirchner Feldmarschallleutnant i.R. Ernst Klepsch-Kirchner stand von 1959 bis 1965 dem Österr. Schwarzen Kreuz als Präsident vor und wurde dann zum Ehrenpräsidenten ernannt.

Der amtierende ÖSK-Präsident, LAbg.a.D. Peter Rieser aus Obdach konnte mehrere Ehrengäste zum Gedenkakt begrüßen, so Oberst Dieter Allesch, den Präsidenten des ÖSK Steiermark, Bgm. Ewald Peer, den Notar i.R. Dr. Ewald Gottl aus Graz, Großneffe von Ernst Klepsch-Kirchner, sowie die weiteren Verwandten aus Weißkirchen, Erika Schilhan und Rudolf Polster. Präs. Rieser zeichnete den Lebenslauf dieses Offiziers alter Schule nach und würdigte dessen Verdienste um die Kriegsgräberfürsorge.

Ernst Klepsch-Kirchner wurde 1881 in Aussig (Tschechien) geboren und wählte nach der Übersiedlung nach Wien die militärische Laufbahn. Er diente im 1. Weltkrieg als hoher Offizier und wirkte anschließend in der 1. Republik am Aufbau des Bundesheeres mit. 1936 ging er in den Ruhestand, 1940 starb seine erste Frau und er kam 1944 mit seiner zweiten Frau Luise, geb. Eigler nach Weißkirchen. In seiner neuen Heimat entfaltete er eine rege Tätigkeit, die Gründung des Museums in Judenburg sowie des Eppensteiner Burgvereines erfolgten auf seine Initiative hin.

Maßgeblich organisierte er die 500-Jahr-Feier der Marktgemeinde Weißkirchen im Jahre 1954 mit und sorgte dafür, dass Weißkirchen als eine der ersten Gemeinden eine Chronik erhielt. Neben zahlreichen militärischen Auszeichnungen zählt die Ehrenbürgerschaft des Marktes Weißkirchen zu den größten Ehrungen Klepsch-Kirchners, der 1971 mit 90 Jahren verstarb.

 

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