Sie befinden sich hier » Umwelt » Garten und Naturschutz

Garten und Naturschutz

Ein Garten für Bienen, Schmetterlinge und Co. Jeder m² zählt!

Naturschutz beginnt im eigenen Garten – etwas mehr Mut zur Wildnis im Garten!

Natur- und Artenschutz findet im Garten statt. Naturnahe Gärten sind nicht nur ein Refugium für den Menschen, sondern auch für viele wildlebenden Tiere und Pflanzen.

Je vielfältiger und strukturreicher, desto größer ist das Lebensraumangebot. In einem Naturgarten sorgen die Früchte heimische Gehölze und nektarreiche Blütenpflanzen für einen reich gedeckten Tisch, der Vögel, Bienen, Schmetterlinge und viele weitere Insekten anlockt. In einem Naturgarten fühlen sich Tiere und Menschen wohl! Wählen Sie viele verschiedene, einheimische und standortangepasste Blühpflanzen. Verlängern Sie das Blütenangebot, indem Sie früh-, mittel- und spätblühenden Sorten pflanzen; wichtig sind v. a. Pollen- und Nektarspender im Frühjahr und im Spätsommer.

Vermeiden Sie gefüllte Blüten, denn diese bieten keinen Nektar und Blütenstaub.

 

Artenreich und im Gleichgewicht

Ziel einer naturnahen Gartengestaltung sollte die Förderung einer möglichst hohen Artenvielfalt sein. Je größer sie ist, desto geringer ist auch die Gefahr, dass sich bestimmte Arten, die wir Menschen als lästig oder gar schädlich erachten, massenhaft vermehren (und die erst dann zu Schädlingen werden). In einem naturnahen Garten sind immer auch genügend natürliche Gegenspieler vorhanden, die unerwünschte Tiere dezimieren, sodass man auf die chemische Keule getrost verzichten kann.

 

Heimische Pflanzen verwenden

Heimische Bäume, Sträucher und Stauden sind ökologisch wertvoller als exotische. Anstelle nicht heimischer Rhododendren lassen sich schattige Standorte mit Gemeinem Wurmfarn, Waldgeißbart, Akelei oder Gefleckter Taubnessel bepflanzen. Mehrjährige Wildstauden, wie Hoher Rittersporn, Gemeiner Frauenmantel, Glockenblumen oder Türkenbund eignen sich für Blumenbeete. Mit Sträuchern wie Hartriegel, Dirndlstrauch (Kornelkirsche), Schwarzer und Roter Hollunder, Schneeball, Wildrosen u. v. m. anstelle von Thujen locken Sie Vögel, Bienen und andere Wildtiere in Ihren Garten.

 

 

 

Blumenwiese statt Einheitsgrün

Blumenwiesen sind artenreiche, ertragsarme Mähwiesen mit hohem Kräuteranteil. Sie sind eine bunte Alternative zum kurzgeschorenen Rasen. Sie müssen nur zwei bis drei Mal im Jahr gemäht werden, brauchen keine Düngung, keine Bewässerung und keine chemischen Mittel zur Bekämpfung unerwünschter Kräuter und Moose. Blumenwiesen mit ihren abwechslungsreichen Blütenaspekten zaubern Farbtupfer in den Garten und bieten vielen Tieren Nahrung. Wird die Wiese nicht als Ganzes, sondern in Etappen zeitlich versetzt gemäht, bleiben Rückzugsmöglichkeiten für die Wiesenbewohner erhalten. Außerdem kann man mit der zeitlichen Staffelung dafür sorgen, dass möglichst viele erwünschte Pflanzen ihre Blütenbildung und Samenreife abschließen können.

 

Mähroboter sind auf dem Vormarsch und liegen im Trend. Doch durch die automatisierte tägliche Pflege eines scheinbar perfekten Rasens haben Blühpflanzen, Insekten, Amphibien, Spinnentiere und auch kleine Säugetiere keine Chance in unseren Gärten mehr. Rasenmähroboter machen das Leben vielleicht kurzzeitig bequemer, doch die Artenvielfalt hat in Robotergärten keine Chance mehr.

Igelunfälle ereignen sich praktisch ausschließlich in der Dämmerung oder nachts, da die Tiere nachtaktiv sind.

Igel verlassen sich bei nahender Gefahr auf Ihre Stacheln, d.h. sie rollen sich zusammen, so dass die Stacheln nach außen drehen und evtl. Angreifer abschrecken sollen. Dieses Prinzip funktioniert bei einem nahenden Mähroboter leider nicht.

So können Sie Igelunfälle vermeiden:

  • Wenn Sie Igel auf Ihrem Grundstück haben, können Sie Igelunfälle wie folgt vermeiden.
  • Wählen Sie einen Rasenroboter in geeigneter Größe, so dass dieser nicht in der Dämmerung oder nachts arbeiten muss und tagsüber mit der Pflege des Rasens fertig wird. So kommt der Mähroboter dem nachtaktiven Igel gar nicht in die Quere. Dies ist die einfachste und sicherste Methode um Igelunfälle zu vermeiden
     

Wildblumen im Garten für Hummeln, Bienen & Schmetterlinge

Durch geeignete Pflanzenwahl können „Blumenkinder“ - wie Wildbienen, Hummeln und Schmetterlinge – in den eigenen Garten gelockt werden. Die nachfolgende Liste nennt beispielhaft einige heimische Wildblumen, die für Mensch und Insekten gleichermaßen attraktiv sind.

 

Wildblumen für Bienen, Hummeln und Schmetterlinge_

  • Phacelia auch Bienenweide
  • Färberkamille (Anthemis tinctoria)
  • Wilder Majoran (Origanum vulgare)
  • Wegwarte (Cichorium intybus)
  • Rainfarn (Chrysanthemum vulparia)
  • Rotes Leimkraut (Silene dioica)
  • Wiesenflockenblume (Centaurea jacea)
  • Taubenkropfleimkraut (Silene vulgaris)
  • Beinwell (Symphytum cordatum)
  • Große Fetthenne (Sedum maximum)
  • Blauer Eisenhut (Aconitum napellus)
  • Gelber Eisenhut (Aconitum vulparia)
  • Echter Eibisch (Althea officinalis)
  • Gemeine Akelei (Aquilegia vulgaris)
  • Ackerrittersporn (Consolida regalis)
  • Rauhe Nelke (Dianthus armeria)
  • Winterling (Eranthis hyemalis)
  • Taubnessel (Lamium maculatum)
  • Pechnelke (Lychnis viscaria)
  • Wilde Malve (Malva sylvestris)

 

Voriges Jahr im Mai konnte wir gemeinsam mit der Nachmittagbetreuung der VS Weißkirchen unter der Leitung von Andrea Rössler einen Teil der öffentlichen Wiesen mit Wildblumen und Wildkräuter bepflanzen.

 

 

Weiterführende Informationen finden sie unter:
www.nabu.de - Gartentipps
www.naturtipp.at - Natur im Garten
www.wildbieneninfo.de - Artenschutz

 aber auch im Bürgerservice der Marktgemeinde Weißkirchen in Steiermark.